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Server-Technologien > Netzwerkinfrastruktur > DNS/DHCP

DNS und DHCP

Der DNS Server löst Namen zu einer IP-Adresse auf und umgekehrt. Bei der Installation eines Windows DHCP-Servers kann der Server so konfiguriert werden, dass Aktualisierungen mit Hilfe der DHCP-Clients für DNS-Server (Domain Name System (DNS) durchgeführt werden, welche dynamische Aktualisierung unterstützt. Für jeden Client im Netzwerk, gibt es dann einen entsprechenden DNS Eintrag.

Die Comelio GmbH richtet Ihnen nicht nur den DNS Server ein, sondern kann Ihnen zusätzlich auch noch die benötigte Hardware liefern, den Server in Betrieb nehmen und ihn für Sie konfigurieren.

 

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DHCP-Überblick

Vorteile der Verwendung von DCHP

Die Vorteile von DHCP bei der Konfiguration von TCP/IP auf Clientcomputers zeigen sich am deutlichsten beim Vergleich der manuellen Konfiguration mit der DHCP-Methode.

Manuelle TCP/IP-Konfiguration

Die korrekte Arbeitsweise von TCP/IP auf einem Hostcomputer erfordert die sorgfältige Konfiguration einer IPv4-Adresse, der Subnetzmaske sowie des Standardgateways, bevor der Client mit anderen Netzwerkknoten kommunizieren kann. Ist die Konfiguration nicht korrekt, können folgende Probleme auftreten:

  • Konfiguriert ein Benutzer eine zufällig gewählte IPv4-Adresse statt eine gültige IPv4-Adresse vom Netzwerkadministrator zu beziehen, kann dies zu Problemen im Netzwerk führen, deren Ursache nur schwer zu ermitteln ist
  • Ein Eingabefehler bei den Werten für die IPv4-Adresse, der Subnetzmaske oder des Standardgateways kann ebenfalls Probleme verursachen. Diese Probleme können von Störungen bei der Verbindung über TCP/IP (wenn der Standardgateway oder die Subnetzmaske falsch sind) bis zu Problemen reichen, die sich aus der mehrfachen Verwendung gleicher IPv4-Adressen ergeben.
  • Wird der Netzwerkknoten in ein anderes Subnetz versetzt, sind IPv4-Adresse, Subnetzmaske und Standardgateway nicht mehr gültig und können für die Kommunikation über TCP/IP nicht mehr verwendet werden.

Die korrekte manuelle Konfiguration ist speziell bei drahtlosen LANs sehr wichtig. Zum Beispiel könnte auf einem Unternehmensgelände ein Benutzer mit seinem für das drahtlose Netzwerk eingerichteten Laptop von einem Gebäude in ein anderes wechseln. Dieser Wechsel des Gebäudes könnte auch mit einem Wechsel des Subnetzes verbunden sein. Ohne automatische Konfiguration muss der Benutzer für das neue Subnetz manuell eine andere IPv4-Adresse, Subnetzmaske sowie ein anderes Standardgateway eingeben, um die TCP/IP-Verbindung wieder herzustellen.

TCP/IP-Konfiguration mithilfe von DHCP

Die automatische Konfiguration von IPv4-Adressen bedeutet Folgendes:

  • Die Benutzer müssen für die korrekte TCP/IP-Konfiguration die IPv4-Adresskonfigurationen nicht mehr von einem Netzwerkadministrator beziehen.
  • Wird ein DHCP-Client gestartet, wird ihm von einem DHCP-Server automatisch eine im verbundenen Subnetz korrekt funktionierende IPv4-Adresskonfiguration zugewiesen. Wird der DHCP-Client in ein anderes Subnetz versetzt, erhält er automatisch eine neue IPv4-Adresskonfiguration für dieses Subnetz.
  • Der DHCP-Server liefert allen DHCP-Clients die notwendigen Konfigurationsinformationen.
  • Sofern der DHCP-Server korrekt konfiguriert wurde, werden auch alle DHCP-Clients dieses Servers korrekt konfiguriert.

DNS Überblick

Das DNS ist eine weltweit auf tausende von Servern verteilte hierarchische Datenbank, die den Namensraum des Internets verwaltet. Dieser Namensraum ist in so genannte Zonen unterteilt, für die jeweils unabhängige Administratoren zuständig sind. Für lokale Anforderungen – etwa innerhalb eines Firmennetzes – ist es auch möglich, ein vom Internet unabhängiges DNS zu betreiben.

Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen (forward lookup) benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Das DNS bietet somit eine Vereinfachung, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als Zahlenkolonnen. So kann man sich den Domainnamen wikipedia.org in der Regel leichter merken als die dazugehörende IP-Adresse 66.230.200.100.

Ein weiterer Vorteil ist, dass IP-Adressen – etwa von Web-Servern – relativ risikolos geändert werden können. Da Internetteilnehmer nur den (unveränderten) DNS-Namen ansprechen, bleiben ihnen Änderungen der untergeordneten IP-Ebene weitestgehend verborgen. Da einem Namen auch mehrere IP-Adressen zugeordnet werden können, kann sogar eine rudimentäre Lastverteilung (Load Balancing) realisiert werden.

Mit dem DNS ist auch eine umgekehrte Auflösung von IP-Adressen in Namen (reverse lookup) möglich. In Analogie zum Telefonbuch entspricht dies einer Suche nach dem Namen eines Teilnehmers zu einer bekannten Rufnummer, was innerhalb der Telekommunikationsbranche unter dem Namen Inverssuche bekannt ist.

Das DNS wurde 1983 von Paul Mockapetris entworfen und in RFC 882 und 883 beschrieben. Beide wurden inzwischen von RFC 1034 und RFC 1035 abgelöst und durch zahlreiche weitere Standards ergänzt. Ursprüngliche Aufgabe war es, die lokalen hosts-Dateien abzulösen, die bis dahin für die Namensauflösung zuständig waren und die der exponentiell zunehmenden Zahl von Neueinträgen nicht mehr gewachsen waren. Aufgrund der erwiesenermaßen hohen Zuverlässigkeit und Flexibilität wurden nach und nach weitere Datenbestände in das DNS integriert und so den Internetnutzern zur Verfügung gestellt (siehe unten: Erweiterung des DNS).

DNS zeichnet sich aus durch:

  • dezentrale Verwaltung
  • hierarchische Strukturierung des Namensraums in Baumform
  • Eindeutigkeit der Namen
  • Erweiterbarkeit

Funktionsweise von DHCP/DNS-Update

Der DHCP-Server kann mithilfe DHCP-aktivierter Clients zum Registrieren und Aktualisieren von Zeiger (PTR)- und Host (A)-Ressourceneinträgen verwendet werden.

Bei diesem Vorgang wird eine zusätzliche DHCP-Option benötigt, die Client-FQDN-Option (Option 81). Diese Option ermöglicht es dem Client, den zugehörigen vollqualifizierten Domänennamen (Fully Qualified Domain Name, FQDN) sowie Anweisungen an den DHCP-Server zur serverseitigen Verarbeitung von dynamischen DNS-Updates (sofern vorhanden) zur Verfügung zu stellen.

Wenn diese Option von einem qualifizierten DHCP-Client ausgegeben wird, z. B. einem DHCP-aktivierten Computer unter Windows 2000, unter Windows XP oder unter einem Betriebssystem der Windows Server 2003-Produktfamilie, wird Option 81 von einem DHCP-Server unter Windows Server 2003 verarbeitet und interpretiert. So wird bestimmt, wie der Server Updates für den Client initiiert. Wenn der Server für dynamische DNS-Updates konfiguriert wurde, wird eine der folgenden Aktionen ausgeführt:

  • Der DHCP-Server aktualisiert sowohl DNS-A- als auch PTR-Einträge, falls dies von Clients angefordert wird, unter Verwendung von Option 81.
  • Der DHCP-Server aktualisiert DNS-A- und PTR-Einträge unabhängig davon, ob diese Aktion vom Client angefordert wird oder nicht.

Außerdem kann der DHCP-Server DNS-A- und PTR-Einträge für Legacyclients, die nicht in der Lage sind, Option 81 an den Server zu senden, dynamisch aktualisieren. Sie können den DHCP-Server auch so konfigurieren, dass A- und PTR-Einträge des Clients verworfen werden, wenn die Clientlease gelöscht wird.

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